wesentlich »theoretischer«, schauender, als die bisherige θεωρία der Metaphysik. Vgl. ob. 18.
Gibt es Unmittelbares, das erst die Sprache vermittelt, indem sie es ausspricht? Gewiß. Wenn nämlich und solange »Sprache« als ausdrückender Ausspruch genommen wird. Dann steht der Ausspruch in einem Widerspruch zu dem Nichtausgedrückten.
Doch inwiefern trachten wir nach dem »Unmittelbaren«? Inwiefern verlangen wir, die Mittel entbehren zu können und nicht erst auf Vermittelung angewiesen zu sein. Von woher bestimmt uns solches, was nicht erst Mittel braucht, was vielmehr ohne Mittelung unser Wesen braucht und also brauchend selber in gewisser Weise schon genaht [?] ist [das Ereignis aus V.-H. Gerade der Brauch verpönt die Mittelung, die nur aufkommt und aufkommen mu ß, sobald und solange er als solcher vergessen bleibt. Mit dem Erscheinen der Mittelung (μεταξύ und μετοχή) beginnt, wenn auch noch so unscheinbar, das Instrumentale und der Apparat — das einrichtende, rechnende Einbauen und die Zubereitung von Bereitstellbarem, alles für das Her-steilen des Verfügbaren im weitesten Sinne.
Das Unmittelbare im wesentlichen Sinn ist Jenes, was seinem Wesen nach ohne Mittelung bleibt, insofern es das Brauchende selber ist, die Gebrauchten aber, die | Sterblichen niemals f ü r ein Mittel genommen werden dürfen, sowenig wie sie aber auch als »Zweck«, und sei es der Selbstzweck, angesetzt werden können .
Das Unmittelbare ist das brauchende Ereignis des V.-H. Aber dieses Unmittelbare läßt sich nie vorstellend — denken, sondern für uns nur im rückwegigen, hervorrufenden Sagen von Bemerkungen.
Das Unmittelbare ist jedoch nie Vor-sprachlich, sondern es ist gerade das Wesen der Sprache, die sprechender spricht denn jedes Ausgesagte und sein Ausdruck.
Inwiefern ist die Sprache, ihr Wesendes, das Ungesprochene? Was heißt hier Gesprochenes? Ist es das Gesagte? Doch woher bestimmt sich dieses? Aus der Verlautbarung? Oder umgekehrt? Und