§ 13. Möglichkeit des λόγθς falsch zu sein
b 17-22: Frage nach Sein und Entdecktheit dessen, was an ihm selbst überhaupt nicht durch ein Beisammen von etwas mit etwas gefaßt werden kann.
b 22—33: Zunächst Bestimmung der möglichen Entdecktheit von so etwas; Entdecktheit — deren Gegenteil nicht Verdeckung ist, sondern Zugangslosigkeit für schlichtes Vermeinen.
b 33-35: Nochmalige Charakteristik des Seins und der Entdecktheit des Seienden, das durch Beisammen bestimmt ist. Vgl. oben 1051b 9-13.
a 1—4: Das Sein dessen, was nicht durch Beisammen bestimmt ist.
a 4-11: Anwendung auf die möglichen Weisen des Aussagens. Wesen- und Tatsachenwahrheit.8
Die thematische Interpretation des Kapitels im Zusammenhang mit den voranstehenden Kapiteln und Büchern hat zu zeigen, wie durch die Charakteristik des Seins aus dem άληθές her das Sein erst zu seiner vollen und eigentlichen Bestimmung kommt und inwiefern damit die höchste Stufe der Seinsbetrachtung erreicht wird, und das Kapitel demnach den notwendigen sachlichen Abschluß bildet.
Soll diese abschließende Klärung des Seins die allereigentlichste darstellen, dann muß sie auch das Seiende zum Thema haben, das für alles Seiende konstitutiv ist, das alles Seiende in seinem Sein bestimmt; dieses Seiende, das in jedem Seienden das Seiende bzw. Sein ist - dieses Schwanken ist charakteristisch — das jedes Seiende zu dem macht, was es ist, ist das Wesen, das Was, aus dem her jegliches, was ist, je seine Herkunft hat; was in jedem vorhandenen Seienden, sofern dieses ist, immer schon im vorhinein ist, also ein ausgezeichnetes Vorhandenes muß befragt werden auf das Sein, wenn Sein im eigentlichsten Sinn gefaßt werden, soll. Die Seinsfrage muß sich letztlich richten auf das Wesen und sein Sein (gleichsam die Frage nach dem Sein des Seins). Wie ist das Sein des Wesens (εΐδη)
8 Wichtig für Kritik der Geschichtlichkeit