der intentio und des intentum -, die in der Phänomenologie als das letzte Urphänomen gemeinhin bezeichnet wird, hat die Bedingimg ihrer Möglichkeit in der Zeitlichkeit und ihrem ekstatisch-horizontalen Charakter. Das Dasein ist nur deshalb intentional, weil es in seinem Wesen durch die Zeitlichkeit bestimmt ist. Ebenso hängt mit dem ekstatisch-horizontalen Charakter die Wesensbestimmung des Daseins zusammen, daß es in sich selbst transzendiert. Inwiefern diese beiden Charaktere, Intentionalität und Transzendenz, mit der Zeitlichkeit zusammenhängen, wird sich uns zeigen. Zugleich werden wir verstehen, inwiefern die Ontologie, sofern sie das Sein zum Thema macht, eine transzendentale Wissenschaft ist. Zunächst müssen wir, da wir die Zeitlichkeit nicht eigens aus dem Dasein interpretierten, das Phänomen uns vertrauter machen.
δ) Der Ursprung der Strukturmomente der Jetzt-Zeit
aus der ekstatisch-horizontalen Zeitlichkeit
Die Seinsart des Verfallens als Grund für die Verdeckung
der ursprünglichen Zeit
Die Auffassimg der Zeit als einer Jetztfolge kennt nicht den Ursprung dieser Zeit aus der ursprünglichen Zeit und übersieht alle wesentlichen Momente, die der Jetztfolge als solcher zukommen. Die Zeit ist im vulgären Verständnis in sich eine freischwebende Folge der Jetzt. Sie ist einfach da; man muß ihr Gegebensein anerkennen. Nachdem wir nun die Zeitlichkeit in roher Weise charakterisiert haben, entsteht die Frage, ob wir die Jetztfolge explizit hinsichtlich der wesentlichen Strukturen — Bedeutsamkeit, Datierbarkeit, Gespanntheit und Öffentlichkeit - aus der ursprünglichen Zeitlichkeit her entspringen lassen können. Wenn die Zeit als Jetztfolge aus der ursprünglichen Zeitlichkeit sich zeitigt, dann müssen sich diese Strukturen aus der ekstatisch-horizontalen Verfassung der Zeitlichkeit ontologisch verständlich machen lassen . Noch mehr, wenn die Zeitlichkeit, in der sich die Zeit als Jetztfolge