Seiendes, sondern das Wie des Existierens des Daseins — nämlich das in seiner Totalität genommene Sichverhalten zu Seiendem und zu sich selbst. Die Weise des menschlichen Existierens ist, sich in und aus dem Ganzen zu bestimmen. Das Inder-Welt-sein des Daseins meint: im Ganzen sein, und zwar hinsichtlich des Wie. Mag es sich gerade in Einzelnes fügen und von diesem alles erwarten, so ist gerade dieses Erwarten der Zeuge für die Existenz und ihre Ganzheit.
Unter Welt können wir demnach auch nicht den ontischen Zusammenhang der Gebrauchsdinge verstehen, der Dinge der geschichtlichen Kultur im Unterschied von der Natur und den Naturdingen, wohl aber gibt die Analyse gerade der Gebrauchsdinge und ihres Zusammenhangs einen Anhalt und Weg, das Phänomen der Welt erstmalig sichtbar zu machen. Welt ist demnach auch nicht das Seiende qua Zeug, als das, worunter sich Menschen umtun — als hieße In-der-Welt-sein: sich unter Kulturdingen bewegen; ebensowenig ist sie eine Mannigfaltigkeit von Menschen. Vielmehr gehört all dieses Seiende zu dem, was wir das innerweltliche Seiende nennen — doch nicht die Welt selbst. Aber was und wie ist diese?
Da wir hier, wie schon mehrfach bemerkt, das Problem nicht in seiner ganzen Breite aufrollen können und auch nicht zeitlichen Spielraum genug haben, um die Zusammenhänge gleichmäßig konkret zu entwickeln, versuche ich im folgenden mit Hilfe einer wenngleich auch nur vagen historischen Orientierung an Platos Ideenlehre vorwärts zu kommen. Umgekehrt gewinnen wir mit der Herausarbeitung des ursprünglichen Transzendenzphänomens erst die Perspektive für eine erneute Durchdringung der Platonischen Ideenlehre und für die Klärung der μέθεξις und des μεταξύ.
Wir erfuhren durch die letzten Betrachtungen, daß zum Begriff der Welt irgendwie der Charakter der Ganzheit gehört, und wir wissen, daß Welt konstitutiv sein soll für die Transzendenz des Daseins. Dieses transzendiert das Seiende, und der Übersprung ist Übersprung zur Welt. Das Seiende, das