236       Beilagen
        nicht in einer Anthropologie, auch nicht in einer philosophischen
        Anthropologie, sondern in einer Metaphysik des Daseins.

Zusammenfassung:
[Das Problem der ursprünglichen Einheit der beiden Tendenzen
im Wesen der Philosophie selbst]

[zu § 4]

        Die radikalste und weiteste Frage der Metaphysik ist ursprünglich
        und umfassend einig mit der Aufgabe einer Metaphysik des
        Daseins; nicht weil alles Seiende auf den Menschen bezogen ist3,
        sondern umgekehrt, weil der Mensch das Seiende ist, das den
		Einbruch in das Seiende so geschehen läßt, daß dieses an ihm
        >selbst< offenbar wird.
        Die beiden Tendenzen sind nichts Zufälliges, so unterbunden,
        ratlos und richtungslos sie sich geben. Und das nicht das
        Entscheidende, sondern beide nicht zufällig. Etwas geschieht;
        das — die ganze Öde des f[aktischen] Daseins; das, was uns die
        Möglichkeit gibt, uns zu befreien.

        Grundfrage des innersten Wesens des Daseins selbst, also Ausarbeitung
		dieser Grundfrage der Metaphysik, eine Metaphysik
        des Daseins.4 Jetzt aber schon deutlicher: die Horizonte, d. h. der
        Charakter einer solchen Metaphysik.
        A. Vorgehen und Ansatz u. s.
        B. Das innere Geschehen in ihr selbst. Bergung und Haltung.
        Einsprung, und zwar in die Endlichkeit, und diese im
        Ganzen, und diese auf ursprüngliche Zeitlichkeit.
        Nicht weltanschaulich diskutieren, sondern zeigen, daß das
        Seinsproblem in sich einen anderen Ansatz fordert, daß dieser,

		3eigentliche Philosophie[?].
		4 Zusammenfassung und historische Erinnerung: νους, ψυχή, λόγος — Grund
        des Versagens, Notwendigkeit der Wiederholung

Martin Heidegger (GA 28) Der Deutsche Idealismus