überhaupt. Der Blick ins Licht reißt die Finsternis als solche herbei, gibt die Möglichkeit jener Dämmerung des Alltags, darin wir zunächst und zumeist das Seiende erblicken, es bewältigen, daran leiden, uns daran freuen. Der Lichtblick ins Mögliche macht das Entwerfende offen für die Dimension des ›entweder-oder‹, des ›sowohl-als-auch‹, des ›so‹ und des ›anders‹, des ›Was‹, des ›ist‹ und ›ist nicht‹. Erst sofern dieser Einbruch geschehen ist, wird das ›ja‹ und ›nein‹ und das Fragen möglich. Der Entwurf enthebt in und enthüllt so die Dimension des Möglichen überhaupt, das in sich schon gegliedert ist in das Mögliche des ›So-und Andersseins‹, des ›Ob-und Ob-nicht-seins‹. Warum dies so ist, kann hier jedoch nicht erörtert werden.
Was wir vordem als einzelne Charaktere aufgezeigt haben, enthüllt sich jetzt als einheitlich ursprünglich verwoben in die Einheit der Urstruktur des Entwurfs. In ihm geschieht das Waltenlassen des Seins des Seienden im Ganzen seiner jeweils möglichen Verbindlichkeit. Im Entwurf waltet die Welt.
Diese Urstruktur der Weltbildung, der Entwurf, zeigt nun auch das in ursprünglicher Einheit, worauf Aristoteles in der Frage ·nach der Möglichkeit des λόγος zurückgehen mußte. Aristoteles sagt: Der λόγος gründet seiner Möglichkeit nach in der ursprünglichen Einheit von σύνθεσις und διαίρεσις. Denn der Entwurf ist das Geschehen, das als enthebend-vorwerfendes gleichsam auseinandernimmt (διαίρεσις) — jenes Auseinander des Forthebens, aber eben — wir wir sahen — so, daß dabei in sich eine Zukehr des Entworfenen geschieht als des Bindenden und Verbindenden (σύνθεσις). Der Entwurf ist jenes ursprünglich einfache Geschehen, das — formallogisch genommen Widersprechendes in sich vereinigt: Verbinden und Trennen. Aber dieser Entwurf ist nun auch — als Bildung des Unterschiedes von Möglichem und Wirklichem in der Ermöglichung, als Einbruch in den Unterschied von Sein und Seiendem, genauer als Aufbrechen dieses Zwischen — dasjenige Sich-beziehen, in dem das >als< entspringt. Denn das ›als‹ gibt dem Ausdruck,