Wesens des Seins sich verweigert. Der Wink dahin, daß solche Verweigerung sich ereignet, verbirgt sich im Geschick des Seins, welches Geschick sich in die Epochen der Seinsvergessenheit fügt, so zwar, daß diese Epochen gerade als diejenigen der Entbergung des Seienden in seiner Seiendheit die abendländisch europäische Geschichte bestimmen bis in ihre heutige Entfaltung zur planetarischen Totalität. Diese ist die Voraussetzung dafür, daß der neuzeitliche Kampf um die Erdherrschaft sich auf die Positionen der beiden heutigen »Welt«-Mächte konzentriert.
Verweigerung von Welt ereignet sich als Verwahrlosung des Dinges.j Verweigerung von Welt und Verwahrlosung des Dinges sind in einem einzigartigen Verhältnis. Sie sind als dieses Verhältnis das Selbe, obzwar nicht das Gleiche.
In welcher Weise aber ereignet sich Verweigerung der Welt als Verwahrlosung des Dinges? In der Weise, daß das Ge-Stell west. Es bestellt alles Anwesende als das Beständige der Bestandstücke des Bestandes. Also den Bestand bestellend, stellt das Ge-Stell alles Anwesende in das Abstandlose. Das Ge-Stell geht das Anwesen alles Anwesenden als eines solchen an. Das Ge-Stell ist somit in seinem Wesen das Sein des Seienden, in dessen äußerstem und vermutlich vollendetem Geschick.
Das Ge-Stell ist das Wesen der modernenTechnik. Das Wesen des Ge-Stells ist das Sein selber des Seienden; nicht überhaupt und nicht von jeher, sondern jetzt, da sich die Vergessenheit des Wesens des Seins vollendet. Das Ereignis dieser Vollendung der Seinsvergessenheit bestimmt allererst die Epoche, indem jetzt das Sein in der Weise des Ge-Stells west. Es ist die Epoche der vollendeten Verwahrlosung des Dinges durch das Ge-Stell. Welt aber, die weitend das Dingen des Dinges ereignet, bleibt verborgen, obzwar ihre Verborgenheit gerade die Unverborgenheit des Anwesenden und so das Anwesen, das Sein des Seienden, gewährt. Die Welt ist, die Wahrheit des Wesens des Seins verwahrend
j des Anwesens