das Verdüsternde, das Trübende, Nichtdurchlassende, Verschließende zuläßt, und unzugänglich macht, was von ihr betroffen wird.
Im Vergessen geschieht die Verbeiterung, worin uns etwas entschwindet und zwar dergestalt entschwindet, daß wir dabei selbst hinsichtlich dessen, daß uns da etwas entzogen wird, ins Verborgene geraten. Vergessend - d. h. in der Verheiterung sind wir uns selbst verborgen hinsichtlich dessen, daß uns etwas unzugänglich geworden. Damit treffen wir wieder auf den schon erläuterten Grundzug des Vergessens, daß es selbst nicht bei sich ist, sondern selbst mit in den Sog des in ihm waltenden verheiternden Entzugs gerät. Gleich wie nun im »ergetzen« (»ergessen«) als erheitern die Befreiung ins Offene und Unverborgene wesentlich ist, so bleibt im vergessen als einem verheitern entscheidend die sich selbst verhüllte Fesselung in das Verborgenbleiben von etwas. Wir »vergessen« heißt jetzt: es verheitert sich uns etwas und in eins damit verheitert sich unser vordem gelichteter Bezug zu ihm.
Denken wir fortan das Vergessen als Verheitern, d. h. als Gegenwort zum ergetzen, dann glücken uns vielleicht eines Tages tiefere Blicke in die Wesensheimat des Vergessens. Wir blicken da in den Bereich von Aufheiterung und Verbeiterung. Wir erkennen, daß sich vor all unserem Tun und Lassen und für dieses dergleichen wie Heiterung ereignet, der wir erst verdanken, daß Erde und Welt, Gottheit und Menschheit im Offenen einander begegnen und entgegnen. Daß Heiterung ist (Hehl), dies schenkt uns erst die Möglichkeit eines Aufenthalts im Freien als dem Spielraum. innerhalb dessen wir erst zu etwas uns »verhalten«, an etwas uns halten, es behalten und nicht behalten und nicht mehr erlangen oder wieder erlangen können. Die jetzt aus dem Hinblick auf das ergessen gewonnene Kennzeichnung des Wesens des Vergessens schließt die längst geläufige Bestimmung des Vergessens als eines Nicht-Behaltens und Nicht mehr erlangen könnens sowenig aus, daß sie ihr vielmehr erst Grund und Wesensmöglichkeit gewährt.
Wo Aufheiterung waltet, ist das Lichte. Dieses aber bewahrt uns die Dinge und Menschen auf, hält sie auf, damit sie nicht